SCOPE

August Tepper

Social Software auf der Learntec 2009

Ich bereite für die nächste Learntec etwas zum Thema Social Software vor. Nun vermute ich, dass bei SCOPE nicht allzu viele Freunde der old-fashioned Konferenz-Messe unterwegs sind, aber vielleicht reizen ja meine Fragen/Beobachtungen zur Antwort. Bei der Technik/Software nehme ich einige Weiterentwicklungen wahr, aber nichts wirklich bahnbrechend Neues. Zwei neue Entwicklungen finde ich spannend. Erstens wird zunehmend genauer hingesehen und gefragt "Was lernt man eigentlich beim Bloggen usw." Ich frage mich dabei, ob nicht jenseits von üblichen Bewertungsebenen wie Inhalte, Stil oder Macht ein Punkt wie "Online Collaboration" zumindest für ein Fazit die richtige Überschrift wäre? Zweitens sehe ich mit einem gewissen Erstaunen (auch über mich selbst, denn eigentlich hätte ich es mir ja denken können) wie sich Unternehmensgründer und Venture Capital Schritt für Schritt vorantasten. Ist das nun ein Vorteil (für die berufliche Weiterbildung)? Wie wird zum Beispiel eine Business-Anwendung wie Youtube gesehen, ist das hilfreich, was die dort in der Rubrik Education/Bildung anbieten? Was wäre ein Social Software-Beispiel, das von der Kommerzialisierung profitiert?

Tags: social, software

5 Comments

Ulrike Reinhard Comment by Ulrike Reinhard on May 7, 2008 at 8:44pm
guter schritt, herr tepper:-))
ich schreibe jetzt einfach mal wovon ich persoenlich am meisten profitiere im web 2.0. web 2.0 sind fuer mich in aller erster linie netzwerke, gespraeche zwischen menschen ... davon profitiere ich am meisten. ich sehe z.b. ueber twitter wer wo von meinem netzwerk ist, kann agieren, wenn ich von dort etwas brauche (passiert sehr hauefig), ich baue ueber meinen blog vertrauen auf und habe dadurch ganz anderen zugang zu menschen, die aehnliches wie mich interessiert ... kurzum: web 2.0 verkuerzt wege, schafft vertrauen und macht einem schneller ... man spart zeit und kann diese fuer andere dinge nutzen! und das geht auch in unternehmen so. schauen sie sich coremedia an, synaxon, w.l gore .... und das ist lernen! oder nicht?
Alexander Rausch Comment by Alexander Rausch on May 7, 2008 at 9:43pm
Old-fashioned Konferenz-nennt man das jetzt schon so? ;-) "Online Collaboration" ist sicherlich ein gutes Stichwort zum Thema. Die Geschwindigkeit, die Möglichkeit mit verschiedenen Menschen sehr schnell Lösungen über das social network zu erarbeiten sind rasant. Die Software und Techniken sind sicherlich nichts bahnbrechend Neues, aber sie sind immer besser abgestimmt auf die Nutzer - das merke ich bei meiner täglichen Nutzung! Ich habe vor Jahren sehr intensiv mit einer Firma über ein Intranet kommuniziert und gearbeitet - war sehr effektiv! Heute mache ich ähnliches mit ähnlicher Software - aber nur ähnlich, die Nutzung ist um ein vielfaches einfacher bei gleichzeitiger Verbesserung der Oberflächen, Möglichkeiten des postens usw. und nicht zuletzt merke ich eine viel stärkere Motivation bei den Usern, die Software auch anzuwenden!
Zum Thema Kommerzialisierung im web 2.0 Bereich kann ich nur ein Beispiel mir bekannter Entwickler geben: sie entwickeln open source Produkte für das Web 2.0 und finanzieren sich über die spezialisierten Versionen dieser Software für die Wirtschaft. Zum Thema LearnTec wünsche ich mir Software die open source basiert ist und sich der schnellen Entwicklung auch in Bildungsfragen anpassen kann - nicht das es ähnlich wie mit den Schulbüchern endet... Das Wissen immer auf aktuellem Stand und aus intrinsischer Motivation bilden, die Software mit Freude bedienen... Dann klappt es auch mit dem Lernen ;-))
Helge Städtler Comment by Helge Städtler on May 8, 2008 at 9:36pm
Hmm, also ich würde sagen ein guter Anfang wäre die Erstausgabe des "We-Magazine" zu lesen. Was soll denn "[...] nichts wirklich bahnbrechend Neues [...]" genau heißen? Keine neue Softwareversion? Kein neues Unternehmen? Keine neuen Web-Dienste? Keine neuen Standards? Keine neuen Kontakte zu Menschen? Keine neue Veränderung auf die Unternehmen reagieren müssen?

Aus meiner Sicht bricht sich all das gerade Bahn. Seien es Dienste wie twitter, skype, wordpress, bewertungsportale für lehrer, ärzte, dienstleister aller art, usw. - ganz ehrlich, ich frage mich grade wie man die Veränderung *nicht* sehen kann. ;-)

Die Frage "Was lernt man eigentlich beim bloggen?" ist genauso schlau, wie zu fragen "Was lernt man eigentlich wenn man Bücher liest?" - spricht mich überhaupt nicht an die Frage.
Alexander Rausch Comment by Alexander Rausch on May 9, 2008 at 8:45am
(...) nichts bahnbrechend Neues (...): die Techniken sind nach wie vor Video, Bild, Ton, Text... das war gemeint! ;-)) Aber - und genau hier sehe ich die völlig neue Situation - diese Techniken sind in neue Programme eingebunden, die nicht nur absolut intuitiv und einfach zu nutzen/bedienen sind (was eine Kommunikation weltweit seit dem Web 2.0 theoretisch für alle Menschen, mit Netzzugang ermöglicht), sondern auch noch kostenfrei!!
Hier sehe ich das Potenzial des Web 2.0! Waren diese Techniken früher nur wenigen Menschen zugänglich (Kostenfaktor, technisches know how), so können mit den Tools des Web 2.0 alle an den Möglichkeiten partizipieren. Ich sehe die Tools als Werkzeuge (die mittlerweile so gut sind, dass ich immer wieder staune, mich freue) - das wirklich spannende und interessante des Web 2.0 sehe ich in der weltweiten Kommunikation, dem Austauschen von Ressourcen, in der Wissensbildung, in den Möglichkeiten der Gesellschaft(en) selbstbestimmt auf die veränderten Lebensumstände heutiger Zeit zu reagieren (...).
Tamim Swaid Comment by Tamim Swaid on May 16, 2008 at 9:55am
Helge hat es auf den Punkt gebracht. Web 2.0 dient der zwischenmenschlichen Kommunikation. Sie ist schneller und offener geworden.

Ziel- und ergebnissorientierte Kommunkation ist Lernen.

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