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Jonathan Imme schreibt in WE über Digital Natives. Es lohnt sich, darüber zu diskutieren! Zuerst eine eher nebensächliche Anmerkung: karriereträchtige Netzwerke und auch Freude an der Pflege von Beziehungen sind nicht neu. In seinem Artikel verknüpft Jonathan Imme den neuen Kommunikationsstil mit Unabhängigkeit, das ist interessant. Aus einer Reihe von Gründen, wobei die technische Infrastruktur vielleicht sogar nicht einmal sonderlich wichtig ist, werden relativ viele Digital Natives "dann eben woanders" sagen können. Wenn sich manche "Festung" so einfach schleifen liesse, das wäre schon schön. Ein Aspekt, der mir nicht so gefällt, ist die genetische Verdrahtung. Kürzlich habe ich bei einer Veranstaltung "DNA-Natives" als Selbstbezeichnung auftauchen sehen und eine sicher nur "griffige" Formulierung von Jonathan Imme wie "unsere digital denkende Stirn" kann - einmal auf solche Diskussion aufmerksam geworden - falsch verstanden werden. Es wäre richtig, das Thema Veranlagung ganz aus dieser Debatte herauszuhalten.

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1 Comment

Jonathan Comment by Jonathan on August 6, 2008 at 4:07pm
Hallo Herr Tepper,

danke für den Diskussionsanfang. Kurz zu der nebensächtlichen Anmerkung: Natürlich sind karrierträchtige Netzwerke nichts neues. Ich habe allerdings subjektiv das Gefühl, dass meiner Generation bedingt durch den selbstverständlichen Umgang mit Social Networks und dem Ansprechen noch nicht bekannter Leute im Web das Netzwerken noch leichter von der Hand geht und für die meisten zur totalen Selbstverständlichkeit wird. Zumindest meine privaten Erfahrungen haben gezeigt, dass sich hier durchaus Unterschiede zwischen den Generationen beobachten lassen.

Was den Aspekt der genetischen Verdrahtung und Veranlagung angeht: Meiner Ansicht nach hat meine Generation auch kein evolutionsbedingtes digitales Gen in unserer DNA-Struktur auf den Weg bekommen - von daher stimme ich Ihnen völlig über ein, dass man hier nicht von genetischer Veranlagung sprechen kann. Allerdings glaube ich schon, dass das Aufwachsen mit technisch basierter und mobiler Kommunikation und der Umstand, dass die aktuelle Generation beispielsweise den alten Kommunikationsalltag in Unternehmen mit Fax und Briefen nie kennengelernt hat, eine digitale Denke fördert und fordert. Natürlich nimmt die digitale Kultur auch Einfluss auf die Generationen vor uns. Dennoch entsteht bei mir das Gefühl, dass wir an manche Aspekte und Probleme im (Unternehmens)alltag mit unserem seit der Kindheit erlebten digitalen und vernetzten Selbstverständnis zum Teil anders herantreten. Diesen Apsekt meinte ich auch, wenn ich in dem Artikel von der "digital denkenden Stirn" rede..

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